Telegrafenstraße 1

42929 Wermelskirchen

Kartenreservierungen zu diesem Programm bitte ausschließlich über 

Kartentelefon 02196 61 73.

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Monatlich einmal an einem Mittwochabend treffen sich Interessierte zu einem Filmabend der besonderen Art.

Gezeigt werden ausgewählte Filme zu zeitaktuellen Anlässen oder Themen.


Kirchenkino.                                                             

Eine Kooperation zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Wermelskirchen und dem Film-Eck.

29. Januar           20.00 Uhr               Eintritt 5,00 €,             

Wir sind Juden aus Breslau

Freigegeben  ab 12 Jahren.               113 Minuten


Angesichts des in Halle jüngst erst wieder in Mord umgeschlagenen virulenten Antisemitismus in Deutschland ist der bereits 2016 entstandene Film „Wir sind Juden aus Breslau“ von Karin Kaper und Dirk Szuszies eine Kinodokumentation von aktueller Brisanz, die ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie waren jung damals und blickten erwartungsfroh in die Zukunft in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde. Ihre Lebensgeschichten – auch der verstorbene Historiker Fritz Stern ist dabei – stehen für die ganze Breite jüdischer Erfahrungen, von der Verfolgung, dem Verlust der Familie im KZ über Zwangsarbeit, eine gelungene Flucht und freiwilligen Kriegseinsatz bis hin zum Neuaufbau in Israel, den USA und Wrocław.

Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart, in einigen Szenen auch in die Gegenwart des aktuellen polnischen Nationalismus.

Mit den vielen Gesichtern und ihren Geschichten ist das Projekt eine Herausforderung nicht nur an die Montage, die zum Teil sehr kurze Statements und längere erzählende Passagen um ein von Cellomusik begleitetes Kaddisch, eines der wichtigen jüdischen Gebete, gruppiert. Formal erfindet der in Kooperation mit einer Fülle an Institutionen produzierte Film den Dokumentarfilm nicht neu. Aber die Hauptsache bleibt: die eingefangenen Stimmen und Gesichter selbst.


26. Februar           20.00 Uhr               Eintritt 5,00 €,             

25. März           20.00 Uhr               Eintritt 5,00 €,